Freitag, Juli 20, 2007

Ausflug in den Grenzbereich.

Es ist ja schon etwas dran: Leserreisen haben ein reichlich verstaubtes Image und allein der Name zaubert bei dem ein oder anderen Indivdualisten Bilder von Trekkingsandalen tragenden Lehrerehepaaren unter zerfallenden Tempelresten oder aber Besichtigungstouren durch westfälische Wurstwarenfabriken vor das geistige Auge. Andererseits wissen die Verlage ja ganz genau, was ihre Zielgruppe so für Vorstellungen von Urlaub und Freizeit pflegt, und wenn die Zeitschrift MO ein Reisepaket für ihre Leserschaft schnürt, muss man einfach seine Vorurteile beiseite legen und wie jedes Jahr zugreifen. Frühbucherrabatt gibts leider keinen, es kann nur früh oder gar nicht mehr gebucht werden.

Das Arrangement trägt den Namen „Twins Only“ – ich habe zwar nur eine ältere Schwester, aber da Lucky und ich uns recht ähnlich sehen, durften wir uns für Mittwoch und Donnerstag einbuchen.

Die Reise ging in die Motorsport Arena Oschersleben, eine großzügig angelegtes Clubdorf inmitten der blühenden Magdeburger Börde.



Schon von weitem lächelt das freundliche Gesicht der Hotelfassade und man fühlt sich so warm empfangen wie mit einer herzlichen Umarmung.



Die Zimmer sind individuell und im Landesstil eingerichtet...



...und bieten eine herrliche Aussicht auf die großzügige und harmonisch in die Landschaft eingebettete Parkanlage:



Das Clubleben findet etwas außerhalb statt, um die Erholungssuchenden nicht zu stören. Man errreicht das Herz der Anlage über eine pittoreske Brücke - ein filigranes Meisterstück alter Baumeister aus dem nahen Osten...



...oder durch eine charmant gestaltete Unterführung, durch die man auch bei schlechtem Wetter in sportlicher Bekleidung den Ort der Aktivitäten erreichen kann:



Dort angekommen, eröffnet sich dem Reisenden sofort ein buntes Bild gemütlichem Miteinanders für Alt und Jung:



Der Loungebereich. Hier kann man nach Herzenslust chillen und grillen. Ganz Abenteuerlustige können sogar hier nächtigen und ihr Frühstück im Kreise Gleichgesinnter einnehmen:



Bei einer Wanderung genießt man die prächtige Natur, die eine große Anzahl endemischer Pflanzen und Tiere beheimatet. Wie zum Beispiel den bitteren Zeitenklau...



...die Gummiblume (Pirella Gripiensis) aus der Familie der Kautschukgewächse, ...



...oder den flinken, zahlreich vertretenen Oktanfalter, der aus dem südlichen Aral den Weg in die Bördelandschaft gefunden hat:



Bei Problemen während der Ausübung sportlicher Aktivitäten steht ausgebildetes und kräftig zupackendes Servicepersonal zur Verfügung.



Schüchternen oder etwas eingerosteten Sportbegeisterten helfen Animateure wie Nina Prinz auf die Sprünge. Man sollte sich nicht durch die etwas schäbige Dienstkleidung abschrecken lassen, die Mitarbeiter sind erdverbundene Menschen und die meisten Aktivitäten finden in Oschersleben halt recht bodennah statt.



Das Natur-Freibad. Von den Gästen dürftig frequentiert, da es etwas fern ab vom Geschehen liegt. Es ist aber per Auto oder Motorrad recht zügig erreichbar. Sogar Shellfische und Schillernocken sollen in dem Gewässer vorkommen.



Auch dafür, dass es den Kleinen nicht langweilig wird, wird Sorge getragen. In den großzügigen, gepflegten Kiesbetten können sie nach Herzenslust herumtoben, erleben abwechslungsreiche, spannende Unterhaltung und sind dabei sicher aufgehoben. Von überdachten Sitzplätzen aus können besorgte Eltern über das Geschehen wachen und eines gibt es dort ganz bestimmt nicht – Hundehaufen:



Die größeren können in der Motorsport Arena viel erleben und spielend etwas dazu lernen:



Natürlich findet man in der modernen Hotelanlage auch einen großen Wellnessbereich, der den neuesten Erkenntnissen im Gesundheitssektor entspricht:



Hier im Medical-Center kann man wohltuende Kältetherapien genießen oder sich mit ausgedehnten Gips-Anwendungen verwöhnen lassen, die den ganzen Körper stabilisieren sollen.

Für VIPs oder eilige Gäste, die ganz besonders dringende Anschlusstermine wahrnehmen müssen, steht sogar ein Helikopter-Landeplatz zur Verfügung:



Für Kurzweil ist gesorgt. Bei schlechtem Wetter oder zwischendurch kann man sich in lustigen Geschicklichkeitsspielen messen. Wie zum Beispiel...

„Es klappert die Mühle und rauscht wie ein Bach"...



...„Spritkesselchen"...



...oder „Hula-Hoop" (Lucky hat wie immer gewonnen):



Den größten Spaß macht aber das Spiel „Wer kann am schnellsten um den Kreis fahren?". Es geht so ähnlich wie das Nachlaufen aus der Kinderzeit und ich (links) war schon enigermaßen gut darin:



Lucky und Markus konnten es allerdings noch viel besser:



Und Björn auch:



Überall standen alte, gebrauchte Mopeds herum, die wohl von Gästen bei der Abreise vergessen worden waren und die man sich bestimmt hätte ausleihen können...




...aber ich hab es doch vorgezogen, mit meinem eigenen Gerät teilzunehmen. Das ist ja viel moderner.



Die zwei Tage vergingen wie im Flug und schon war es wieder Zeit, sein Bündelchen zu schnüren...



...und die Heimreise anzutreten. Schön war's - dann bis zum nächsten Jahr. Man ist ja schließlich Repeated Guest.

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6 Comments:

Anonymous JürgenX1 said...

"bitterer Zeitenklau"
Du bist doof! :-))

3:03 PM  
Anonymous Chaot said...

Oh was für eine schöne Pilgerfahrt! Ich werde dieses Jahr auch noch pilgern fahren! Nach Spa-Francorchamps und nach Chimais! Ich frohne zwar einer anderen Religion (Vierrad), aber ich schätze gläubige Menschen!

3:43 PM  
Blogger creezy said...

Bitte keine Fotos mehr von Dir im schwarzen Ganzkörpertanga. Da kriegt Frau ja 'nen Herzkasper! ,-)

Oktankfalter: .

9:58 PM  
Anonymous morticia said...

ich möchte bitte sehen, wie du dich aus der pelle wieder rausgepolkt hast!

8:41 PM  
Anonymous Anonym said...

Mich bringt eher das italienische Eisen in Wallung: Laverda SFC und (wenn ich richtig sehe) Königswellen-Duc – lecker.

12:17 PM  
Anonymous Anonym said...

Nächstes mal nennst du bitte bei den Twin Days! Nicht bei den Nachmachern von der "MO". Okay???

4:38 PM  

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