Montag, Januar 08, 2007

Hamburg, my love.



Am Wochenende war ich mal wieder in Hamburg. Keine deutsche Stadt macht mir so einen großen Spaß wie dieser lustige Ort an der Elbe. Als Rheinländer bin ich natürlich sehr standorttreu, ein bißchen träge, vermisse schnell den Rhein und genieße die zentrale Lage zwischen Holland und Italien, aber Hamburg war schon immer meine Wahlheimat.

Es gibt Städte, die lieben einen und manche treten einem volle Kanne in den Arsch. Hamburg zum Beispiel knutscht mich jedesmal ab. Paris spuckt mir vor die Füße. Ich hab's früher öfter mal mit der Franzacken-Metropole versucht, aber nach regelmäßig eingetretenen Katastrophen und ständigem Dreckswetter für immer drangegeben. Wir passen nicht zueinander.

Den Berlin-Hype hab ich auch nie verstanden. Meine Mutter ist Berlinerin und als Kind war ich ständig in der Stadt, Verwandte besuchen. Als Jugendlicher dann natürlich auch, aber verliebt in Berlin war ich nie. Jetzt bin ich ab und an dort, um Freunde zu besuchen, aber die Spree ist für mich keine Reise wert. Zu flächig groß, zu viele Affen und verkrampft-Szenige, total isolierte Lage und Charakter hat die Stadt eigentlich auch nicht mehr. Alles geht tierisch spät los, vor 2 Uhr nachts geht gar nix und entweder sind die Leute 1,5 Stunden mit der S-Bahn unterwegs oder richten sich gemütlich in ihrem aus zwei Straßen bestehenden Mikrokosmos ein. Geschenkt.

Das Hamburg-Wochenende war dagegen wieder doll. Hard-Shopping im Karolinenviertel, Astra trinken und Schnitzel essen zwischen den Taxi-Kutschern in Erikas Eck mit abgefahrenen Öffnungszeiten und Deppen-Apostroph und später mit Silvi, Bärbel und Heiko abfeiern im Bar Projekt in der Schanze. Diese Läden mag ich - so groß wie ein Fingernagelstudio, reinpassen tun 20 Personen, drin sind 80.



Ach ja - faszinierender Weise geht man wohl auch gerne in Hein-Gericke-Motorradjacke aus. Sehr brav, so soll das sein.

15 Comments:

Anonymous Anonym said...

ole said...
hamburg ist klasse, keine frage...schnitzel essen auch, wem sagen sie das...aber hand aufs herz...astra ist doch die letzte ploerre...kriegs nicht in meine birne, warum die leute dat zeuchs so gerne trinken...dat is doch ne weppen of mess destrackschen.

10:31 PM  
Blogger Der_grosse_Transzendentale_Steini said...

Mein Reden, Ole. Premium-Bier ist anders. Aber immer noch besser als das erste warme Köpi aus der Leitung. Brr... Und man gewöhnt sich dran.

11:44 PM  
Blogger Kühles Blondes said...

bei erika bin ich einst über meinem schnitzel eingeschlafen, was ein deutliches zeichen dafür ist, daß man ERST essen und DANN das astra in sich reinzimmern sollte *g

ole...du weißt doch nicht was gut ist :) natürlich schmeckt das. aber gut, ich verstehe, daß es für menschen, die nur an kölschbrause und altbierhustensaft an ihre haut lassen, etwas gewöhnungsbedürftig ist. Ü en, üben, üben.

8:06 AM  
Anonymous Biboy Bop said...

Ralfi, hier spricht Gott!
Warum verflucht nochmal hiev ich Deinen kleinen Knackarsch eigentlich rüber ins nächste Jahr, wenn Du nicht ein Wort über das Großereignis verlierst???
So geht das nicht.
Zur Strafe gibts demnächst 3 Monate Sozius auf ner 535er Virago. Mit ner Katze als Pilotin versteht sich. Das kannst selbst DU Kuschelmonster nicht wirklich aushalten.... ;-)

8:19 AM  
Anonymous zoee said...

stimmt, hamburg küsst ziemlich gut. mich hat es sogar so gut geknutscht, dass ich vor 15 jahren gleich hiergeblieben bin und mir einen job gleich neben erika gesucht habe, weil der leberkäse so gut ist! ;)

mit der beschreibung von berlin liegen sie goldrichtig, herr steini. ich habe es auch nie verstanden, was an dieser stadt so toll sein soll. aber jedem das seine. manche leute mögen ja sogar münchen!

8:32 AM  
Anonymous morticia said...

im karoviertel shoppen oder jobben macht mehr sinn, als dort zu wohnen. 2 einbrüche und nullo unterhaltungselektronik (mangels versicherung) weiter bin ich rasch nach ottensen geflüchtet. hast jetzt eine schön enge lederbüx mit geschnür und conchas seitlich von lucky lucy??? ; )
berlin ist eine alte runtergerockte hure voller klo auf treppe und ofenheizung mit klammen fingern rotwein saufen- künstlern, die echte arbeit nuttig finden, stipendien jedoch angemessen. mit über 40. im sommer baden sie in mockigen seen, in denen alte nachtspeicherheizungen rumliegen und finden das jeck. ach was, ganz berlin ist ein "humana"-laden!
hamburg hat natürlich auch schlimme schattenseiten: corny littmann, tine wittler, monchichi mälzer etc.

@biboy-bob: 100 jahre sissi-bar! hrhrhr!

9:19 AM  
Anonymous Anonym said...

In Hamburg war ich das letzte Mal mit 15 (ist also schon ein paar Tage her). Hab's aber in guter Erinnerung. Und da bleibt es wahrscheinlich auch noch geraume Zeit.

In Berlin war ich noch nie. . Ein Berlin-Besuch steht auf meiner "To do"-Liste in etwa auf Platz 3451.

München gefällt mir wirklich gut, obwohl ich die Stadt mit meinen ersten 3 Monaten in Olivgrün assoziiere.

Brüssel ist klasse. Absolut seltsame, machmal morbide Mischung aus alt und neu. Und für mich als Comic-Fan, natürlich ein europäisches Highlight.

Mit Paris ist es mir genauso gegangen, wie Steini mit Hamburg. Liebe auf den ersten Blick.

9:45 AM  
Blogger Der_grosse_Transzendentale_Steini said...

@Kabine: Yep. Ist ne alte Weisheit, mit 2 Pro Blutalk fällt man besonders schnell in Freßnarkose. Kennste eigentlich den Unterschied zwischen einem Kölsch und ner Muschi? Letzere schmeckt nach kurzer Zeit nicht mehr nach Pisse. SCNR.

@Biboy: Kommt noch, mein Schöpfer. Weil Du so hübsche Liedchen gespielt hast!

@Zoee: Kann ich nachvollziehen. Macht süchtig.

@Morti: Nee, die Zonga-Hose hab ich verkauft, als sich die Alex Harvey Band aufgelöst hat. Du hast übrigens noch Lukas Hilbert vergessen. Würg.

@München ja mal gar nicht. Da geht man ja schon am Ortschild in Grundstellung. Aber das liegt ja auch nicht in Deutschland...

10:32 AM  
Blogger Tillmister said...

Hamburg rockt. Bin dort auch ins neue Jahr gerutscht - Lagerfeuer am Elbstrand, den schwedischen Findling mit Krachern gesprengt (1 Versuch), Weihnachtsgeld für Totenköpfe ausgegeben und immer lecker Trinken und Essen!

12:12 PM  
Anonymous morticia said...

luki hilbert, der asoziale taubenlecker...ähhhhgitt! seine eigene palttenfirma nennt ihn nur den "stricher". nächstesmal im schanzenviertel, obacht, er wohnt da und läuft gern mal im bodenlangen schwarzen ledermantel (in wahrheit mädchensakko gr. 158, schon gekürzt) rum und führt seinen schwulen mops am rückholbändchen aus. bitte kollektiv auslachen bei begegnung, das kennt er nicht anders!

12:49 PM  
Blogger Der_grosse_Transzendentale_Steini said...

@Morti: Klar, werd ich machen. Ehrensache. Die kleine Pissnelke geht gar nicht. Am schlimmsten war der beim Raab-Turmspringen. Dieser Maden-Körper und dazu die ganzen Hartmann-Gadgets... Erst große Fresse, dann rumzieren wie eine Betschwester und schließlich eine Performance abliefern wie ein Säugling beim Babyschwimmen! Von den musikalischen Ergüssen gar nicht zu reden - da muss ich ja direkt in die Keramik lachen. Müsste der nicht nach Harburg ziehen?

1:13 PM  
Anonymous morticia said...

harburg - sehr geile idee! und auf chrystal meth einstellen. und das allein schon aufgrund seiner tattoos, das milieu muss ja ästhetisch stimmig sein!

12:29 PM  
Blogger myglobalsoul said...

Astra ist ehrlich:
Schmeckt zumindest schon beim Genuss am Abend so wie dass Tier im Mund am Morgen danach.
Da weiss man was man hat.

1:13 PM  
Blogger creezy said...

grunz!

3:40 PM  
Anonymous gigaoeli said...

genau meine erfahrung...berlin nimmt sich ja sooooo wichtig; amsterdam, brüssel, frankfurt, natürlich düsseldorf (ohne die
touri-kö) und hamburg mit seiner welt-
offenen souveränen freundlichkeit und der
vielfalt zwischen binnenalster und pauli,
wer braucht da eine nur mit sich selbst
beschäftigte möchtegernhauptstadt???
ich nicht.punkt.

2:38 AM  

Kommentar veröffentlichen

<< Home