Montag, November 27, 2006

Kapstadt, 8. Tag

Angeblich sind die Film- und Fotoproduktionen der wichtigste Wirtschaftsfaktor in der Region Kapstadt - noch vor dem Tourismus. Das wird wohl auch der Grund sein, warum wir in Gegenden Aufnahmen machen dürfen, die normalerweise Landschaftsschutzgebiete sein müssten. Das heißt, meistens sind sie es auch, aber es gibt Sondergenehmigungen. Dafür haben wir aber auch fast immer einen "ECO" (Economical Control Officer) im Schlepptau, der aufpasst, dass wir keinen Müll abladen, Alarm schlägt, wenn ein Motor platzen würde und dafür sorgt, dass wir die Gegend wieder so verlassen, wie wir sie vorgefunden haben.



Am Sonntag morgen haben wir in so einer fantastischen Landschaft Motocross-Aufnahmen gemacht. Um 4.00 Uhr morgens ging es los und nach einer Stunde Fahrt sind wir in Atlantis angekommen - eine Dünenregion mit dem weißesten und feinsten Sand, den ich je gesehen habe. Alle hatten tierischen Horror davor, da es dort normalerweise windet wie die Sau und man keine 2 Meter weit gucken kann. Aber wir hatten unwahrscheinliches Glück: kein Lüftchen regte sich und die Sonne strahlte vom Himmel. Alles Gepäck in Jessis Landrover und ab dafür. Jo hat sich mal so richtig ausgetobt und hatte mächtigen Spaß. So eine kleiner, leichter 200ccm-Zweitaktcrosser ist optimal für den tiefen, feinen Sand. Nur mit dem großen 2-Zylinder-Eimer hatten wir so unsere Probleme...










Jo hat einen auf E.T. gemacht, will aber trotzdem nicht nach Hause:



Sean, der gebürtiger Südafrikaner, hat sich auf alte Bekleidungstraditionen besonnen. Und Tobi, der Junge vom Chiemsee, hat wohl den Anblick der weißen Berge fehlinterpretiert:



Zwischendurch bin ich ein paar Dünen weiter gewandert, um mir dort ein Filmset anzugucken. Sean und Tobi nennen mich seither nur noch den "weißen Massai", weil es lustig ausgesehen haben muss, wie ich so alleine nur mit Kamera bewaffnet in der weiten Dünenlandschaft rumgestolpert bin. Habe den Weg aber wieder zurück gefunden:


Völlig ermüdet, übernächtigt, versandet und verschwitzt sind wir dann zum zweiten Set gefahren: zum Killarney Raceway. Dort fand ein Trackday statt und danach gehörte die Strecke uns. Ein paar von den schnellen Jungs haben wir dann noch als Statisten rekrutiert, die Jo dann ganz schnell den Namen "the German Slideking" verpasst haben. Zu Recht.



Drei Models hatten wir auch dabei. Chiara und Cindy als Boxenluder und Jamie als Racer. Jamie hatte aber noch nie in seinem Leben ein Motorrad gesehen und wir mussten ihm erklären, wie rum man darauf überhaupt sitzt.





Peter hat sich als Actionfotograf bewiesen, indem er mit der Kamera am Boden als Sozius bei Björn das Tracking für Jo gemacht hat. Ist bestimmt nicht so wirklich lustig...


Ich hatte mir ein 300mm-Teleobjektiv geliehen (so wie Peter eins hat) und hatte von dem scheißschweren Teil abends den Höllenmuskelkater in den Armen. So ein Teil brauche ich aber unbedingt - damit kann so tolle Portraitaufnahmen knipsen.


Der Herr hier ist einer der Local Racer. Killarney Raceway ist eine Highspeed-Strecke, auf der keine besondere fahrerische Raffinesse gefordert ist - Vollgas, voll den Anker werfen, umlegen, Vollgas. Und so weiter. Und so sind die Typen auch. Wahrscheinlich ähnlich wie die Aussies: Eben so Rugby-Bolz-Heinis. Sehr nett und freundlich, aber Sport ist für die Jungs in erster Linie voll in die Fresse zu kriegen. Je härter, desto besser.


Der Tag war mal wieder lang, die letzte Blende fiel wie üblich im Abendlicht. Wir sind mittlerweile eine kleine Familie geworden und beginnen, uns gegenseitig zu groomen. Ob Jo bei Jessi noch andere Gedanken hegt, kommt auf die Interpretationen des Fotos an...



Am Montag mussten wir wieder um 4.00 Uhr aus den Federn, dafür gab es den Nachmittag frei und ich war auf dem Tafelberg. Nähreres im nächstens Posting...

7 Comments:

Anonymous Anonym said...

ole said...
aeh, also wennze nich mehr kannz, sachse bescheid, woll...
aeh, hallo...
aeh, kann mich ma jemand anrufen, vielleicht is auch mein telefon kapott...

9:36 AM  
Blogger Singamoebe said...

Bist du etwas der Gast aus Südafrika auf meinem Blog? ;)
Vergiss meinen Kaffee nicht...mit Koffein, weil Koffeinjunkie ;)
Und ein Bild von den Stinkepinguinen hätte ich auch gern

10:39 PM  
Anonymous Anonym said...

Tolle Fotos, sowohl von der Landschaft als auch von den Mädels und der Moto-Action. Scheint ein echter Traum-Trip zu werden, davon kannst du noch deinen Enkeln erzählen.Vielleicht kann eines der anwesenden Mädels bei der ersten Phase der Vermehrung helfen…

8:47 AM  
Blogger Bob said...

Ok. Das nächste mal bin ich dabei... Ich mach das Catering für die Mädels. Die essen ja eh nix, hehe. Oder schaue ob die Intimfrisur auch ordentlich sitzt. In der Wüste kann das ja zum Problem werden...

10:01 PM  
Blogger myglobalsoul said...

Atlantis! Was ein gar grossartiger Name fuer eine Wueste!
Aber WOW! Ich muss gestehen, diese Fotos haben mich endgueltig umgehauen!

2:42 AM  
Blogger tmaytoto said...

...Steiniiiii....alter Falter...ich mein, ich verstehe die "schallenden" Schmerzrufe.."4h aufstehen, total platt...der Tag war wieder mal lang"...aber mein lieber Freund und Kupferstecher, mir läuft hier links und rechts der Sabber aus dem Mundwinkeln...wie geil bitteschön is dat denn da bei Euch da so und da unten? Mopets, Mäuse, Temperamente!!! Ich rutsch hier auf meinem Stühlchen hin & her... neidisch sein ist gar nich schwer! Drum schnell komm heim, oh "weisser Massai"...lass welke Knochen massier'n...von netter Thai, dabei erzählst Du mir so allerlei während ich juchz' vor Freud dann dabei! Oder so...

6:51 PM  
Anonymous morticia said...

so lange schon die geilsten fotos und coole berichterstattung, wenn ich nicht allmählich so dermaßen neidzerfressen wäre, würd ich sagen: weisser massai, ich hab den köttel weggeworfen und komm nach!

9:29 AM  

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