Freitag, November 24, 2006

Kapstadt, 5. Tag



Für den gemeinen Europatouristen ist Kapstadt in ökothrophologischer Hinsicht ein absolute Offenbarung. Es mag einem der Brocken im Halse stecken bleiben, wenn man an fast jeder Straßenecke die "underfeeded people" stehen sieht und durch die zerrissenen Jeans die klapprigen Kniegelenke sehen kann, aber dahingehend tragisch genug: die Qualität der Lebensmittel ist einfach unbeschreiblich. Zum Preis eines Nudeltellergerichtes beim Stehitaliener daheim isst man hier Dinge, die einem förmlich auf der Zunge explodieren. Generell ist Kapstadt zwar schon irgendwie exotisch, aber so was von gar nicht repräsentativ für den schwarzen Kontinent. Es ist unwahrscheinlich europäisch, was man teilweise als angenehm und gleichzeitig befremdlich empfindet. Erst auf den Fahrten ins fernere Umland (das nähere Umland ist Industriegebiet) sieht man die weitläufigen Townships, in denen in armen Teufel hausen, die man aus der Stadt gejagt hat. Kapstadt ist unwahrscheinlich dekadent.





Der Tag heute war nett, aber zumindest für mich recht ereignisfrei. Wir sind morgens früh auf eine Motocross-Strecke gefahren und Jo hat einige Sprünge absolviert. Danach hatten wir Zeit, selber über diese hervorragende Strecke zu brettern. Big Fun! Später waren wir noch in einer Racing-Werkstatt und haben dann zum Sonnenuntergang hin eine Gravelroad gesucht (und gefunden), auf der wir noch ein paar Weltreise-Aufnahmen geschossen haben.




Dreckig und verschwitzt wie wir waren, haben wir uns abends ein tolles Seafood-Abendessen im Kapstädter Containerhafen gegönnt. Das Panana-Jack ist ein abgefahren-schräger Laden mit großartiger Seafood-Küche und unglaublich netten Leuten. Jede Zigarette, die draußen vor der Tür geraucht habe, hat eine dreiviertel Stunde gedauert, weil man automatisch ins Gespräch kommt. Macht wirklich Spaß.



So, und bevor es jetzt allen völlig fad wird: Heute war Modeltag in Downtown-Kapstadt mit viel Lokalkolorit. Morgen gibt's Bilder... Nightynight.

3 Comments:

Anonymous JürgenX1 said...

Wattn Stress. Heulst doch bestimmt abends Dein Kopfkissen voll und zählst die Tage bis zum Heimflug!

10:58 AM  
Blogger myglobalsoul said...

Habt ihr den Berg da platt gefahren? ;-) Tsts, die Paprikaboys, kann man auch nicht für gut in den Süden schicken.

1:55 PM  
Blogger Markus Quint said...

Die im letzten Absatz angewandte Methode der Kundenbindung funktioniert immer.

6:19 PM  

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