Donnerstag, August 17, 2006

(Un-?)finished Sympathy.

Und es hätte doch so schön sein können... Massive Attack spielten gestern in der Philipshalle. Riese und ich waren natürlich vor Ort und – wie sich dann zeigen sollte – die Hälfte meines Bekanntenkreises. Familientreffen. Ist ja auch irgendwie kein Wunder, denn eigentlich hat jeder schon mal schöne oder zumindest denkwürdige Stunden zu den atmosphärischen Grooves der Briten verbracht. Mit am Start waren Sängerin Elizabeth Fraser und auch die zweite weibliche M.A.-Stimme – ich weiß nicht genau, ob es Tracey Thorn oder Shara Nelson war.

Also eigentlich gute Voraussetzungen für einen tollen Live-Gig, wenn man denn seitens der Band registriert hätte, dass das Publikum außer Ohren am auch noch Augen im Kopf hat. Die Bühne nämlich war lediglich hinterleuchtet von einer Dot-Matrix im Mixerstil und wenn von vorne kein Licht kommt, stehen die Protagonisten halt im Dusteren. Wahrscheinlich hätte Riese und meine Mutter auf der Bühne stehen können und ich hätte es nicht gemerkt. Publikumsansprache gab's bis auf ein paar "donkeschoin" seitens "3D" Del Naja keine und auch die prächtige Setlist, die zumindest gegen Ende kaum etwas vermissen ließ, wurde ohne Live-Elemente runtergespielt.

Das Konzert wäre toll gewesen, wenn man mit einem Mädchen in einer kuscheligen Loge uneinsehbar an der Hallendecke hätte schweben können, aber da das wohl fast jeder dachte, war im Saal auch nicht unbedingt die Hölle los. Die Jungs und Mädels sollten sich lieber mal ein bißchen was von den Kollegen von Faithless mit ihrem charismatischen Frontmann Maxi Jazz nehmen. Meiner Meinung nach in diesem Genre die beste Liveband der Welt. Spielen exakt nur 70 Minuten, dafür sind aber nach 3 Minuten alle(!) Hände in der Luft und wenn der letzte Ton verklingt und das Saallicht angeht, fühlt man sich, als ob man ein halbes Pfund Magic Mushrooms verspeist und einen danach ein Güterzug überfahren hätte. Geil.

3 Comments:

Blogger Der edle Jorge said...

„Hey Hey Hey Hey…“
Blue Lines haben wir Vincent immer vorgespielt als er noch klein war. Danach war er immer das pflegeleichteste, liebste Baby.

Seine derzeitige Lieblingsband sind übrigens The Hives…

3:25 nachm.  
Blogger Der_grosse_Transzendentale_Steini said...

Aaah! Da hat die musikalische Früherziehung doch was gebracht. Sehr gut gemacht, edler Jorge!

4:46 nachm.  
Blogger Markus Quint said...

Die massiven Angriffe sind recht verkopft, was erst bei Konzerten zum Tragen kommt, aber ich habe die Musik der Truppe dadurch besser verstanden ... genau wie die chemischen Brüder, von denen ich live ebenfalls anderes erwartet hätte.

6:58 nachm.  

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