Samstag, Juli 08, 2006

Rock 'n' Roller wachsen nach.

Gestern hatte ich auf einmal packende Lust auf eine Familienpackung Familienpack. In solchen Momente liegt natürlich nichts näher, als Katschi und Jörn einen Besuch abzustatten. Also den Rennbus angeworfen und nach Dinslaken gezoomt. Erwartungsgemäß war bei den beiden mal wieder der ganze Garten gefüllt mit schrägen Vögeln. Der Grill war heiß, das Bier kalt und einen Stuhl gabs auch noch für mich. Zwischendrin zwei Hunde und Baby Wim. Volltreffer.

Der Abend war schweinelustig, weil Katschi und Jörns Dinslaken-Posse derart durchgeknallt ist und über ein nicht enden wollendes Repertoire an Hammerstories verfügt. Tränen gelacht hab ich über die Geschichte, wie die Jungs den Direktor der Volksbank Dinslaken für einen Mountainbikegewinn haben Volkslieder singen lassen. Der Typ hatte die ganzen Freaks wegen deren hoffnungslos überzogenen Dispos drangsaliert und aus Rache wurde sich am Telefon als Tele5 ausgeben (mit selbstgemachten Live-Publikumsgeräuschen im Hintergrund) und so sang der Herr Direktor halt ein paar Volkslieder am Telefon. Großer Sport.
Als ich mich gerade wieder beruhigt hatte, kam der zweite Teil der Geschichte: Der Bänker wollte dann natürlich nach der letzten Strophe sein Fahrrad haben. Er bekam die Rufnummer vom "Tele5-Partnerunternehmen" Fahrrad Blass, unter der sich ein nicht beteiligter, ahnungsloser und mit Fahrrädern nichts zu tun habender Kumpel verbarg. Herr Direktor hat dann 10 mal angerufen und ärgerlich Wunschfabrikat, Farbe und Rahmengröße in den Hörer gebellt.

Zu Essen gab es Rippchen - und zwar in einer Anzahl, die uns schwer über die Spezies des Spendertiers grübeln ließ. Nach ausgiebiger anatomischer Untersuchung kamen wir zu dem Schluß, dass es sich um ein Anacondaschwein handeln musste. Später, nach einigen Gläsern leckerem spanischen "Ron con miel" und Taumelkraut haben wir Tobi davon überzeugt, dass das Glückskeksknochen sind, in denen sich Prophezeiungs-Zettelchen verbergen. Er hat auch ein paar aufgebissen, bis er den Schwindel bemerkt hat. Später hatte er dann Angst, dass seine Zähne explodieren. Einsatz für Dr. Best und Mr. Detox heute, nehm ich an.

Hab dann zwangsläufig dort übernachtet - in Wims Kinder-Gäste-Kombizimmer. Bin echt schon lange nicht mehr unter einem Mobileé aufgewacht. Saufrüh auch noch, Jörn hatte Dienst und ich hab ihn mit nach D-Town genommen. Hab dafür sogar einen Morgenkaffee vom Chef bekommen und einen dicken Kuss von Katschi und Wim.






Heute morgen bin ich dann nach Bonn gedüst, meine dort zwischengelagerte Wippe abgeholt. Auf der Fahrt hab ich mit einigermaßenem Staunen registriert, dass auf der mit -zig Millionen Steuergeldern dreispurig ausgebauten A555 Tempolimit 100 bzw. nachts 80 gilt - aus Lärmschutzgründen. Während der ganzen Jahre der Bonner Regierungszeit feuerten die zahlreichen Dienstlimousinen mit 260 Klamotten über die Bahn. Ein Schelm, der schlechtes denkt.

1 Comments:

Blogger aus dem leben des chrille said...

Diese Rippchen vom Anacondaschwein liegen mir heute noch schwer im Magen und der Direx der VoBa ist immer noch sauer, dass er sein Rad nicht bekommen hat. Das wars dann wohl mit dem Dispo.

LG Chrille

9:44 AM  

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