Freitag, Juni 16, 2006

Doof bleibt Doof...

Heute Straßenverkehrsamt, zweiter Versuch unter Berücksichtigung der Öffnungszeiten. An der Information: "Ich möchte gerne ein Auto wiederzulassen." Informationsfrau: "Das wollen sie nicht wirklich!" Ich: "Doch!". Sie gibt mir eine Wartenummer: "OK, na denn mal los.".
Ich betrete also den Raum, der aussah wie der Sultan-Air Check-In-Schalter zu Beginn der Werksferien bei Ford. Aufgerufen wurde gerade die Nummer 171. Ich hatte 333. Tüss.
An einem Tag los zu stiefeln, an dem 80% der arbeitenden Bevölkerung frei hat und viele ihre Amtsgänge erledigen und zugleich 80% der Beamten die Brücke macht, ist vielleicht auch nicht die beste Voraussetzung für einen fluffigen Kurzauftritt.
Hätte ich mir eigentlich auch denken könnnen - DbddhkP.


Vorhin war ein Fernsehteam der ARD bei uns auf dem Hof. Die haben einen alten Opa begleitet, der vor 600 Jahren in unserem Gebäude gearbeitet hat und machen gerade eine Reportage für "Markt". Ich habe den alten Mann beobachtet und seinen ziemlich verklärten Gesichtsausdruck belächelt. Hab mich gefragt, wie man so in der Erinnerung an seine Arbeit schwelgen kann. Später habe ich dann aber überlegt, dass es für den Opa einen ganz anderen Stellenwert gehabt haben muss. Wer damals Arbeit hatte, musste nicht hungern und frieren, konnte eine Familie gründen und sein Leben gestalten. Mir tats dann auch leid, mich über den Rentner lustig gemacht zu haben. Manchmal führt Dummheit und Oberflächlichkeit zur Arroganz - DbddhkP.

1 Comments:

Blogger Kühles Blondes said...

na, dann sehen wir uns, wenn du seit zwanzig jahren rentner bist und morgens nur noch vom bett in den fernsehsessel kommst. was meinst du, was du verklärt lächelst wenn du daran zurückdenkst, daß du mit deiner selbständigkeit ohne weiteres hättest frieren, hungern und familie gründen können, das aber nicht tatest. aber schön wars und aufregend. damals. denn merke: "VERGANGENHEIT" präsentiert sich irgendwann immer in schönschrift ;)

5:14 nachm.  

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